Female Leadership in Österreich: Warum „Schluss mit nett“ von Cornelia Schlögl zur richtigen Zeit kommt

Schluss mit nett - Führung braucht Eierstöcke

Female Leadership ist in Österreich längst mehr als ein Karriereschlagwort. Es geht um Macht, Wirkung, Sichtbarkeit und um die Frage, warum kompetente Frauen in Unternehmen noch immer häufiger erklären müssen, dass sie führen können. Der bestehende Branchenblatt-Beitrag ordnet genau dieses Spannungsfeld ein: Frauen sind besser ausgebildet, wirtschaftlich unverzichtbar und dennoch in vielen Spitzenfunktionen weiterhin unterrepräsentiert.

HR-Expertin Cornelia Schlögl setzt mit ihrem Buch Schluss mit nett – Führung braucht Eierstöcke!* genau an diesem Punkt an. Der Titel ist bewusst zugespitzt. Dahinter steht aber kein lauter Appell zur Härte, sondern ein nüchterner Gedanke: Frauen müssen nicht noch angepasster, diplomatischer oder belastbarer werden. Viele brauchen vor allem mehr Klarheit, mehr Präsenz und den Mut, ihre Wirkung nicht länger kleinzureden.

Ein Buch über Führung, nicht über Anpassung

Cornelia Schlögl

Der Arbeitsalltag vieler Frauen folgt einem bekannten Muster: Sie sind vorbereitet, zuverlässig, fachlich stark und werden trotzdem unterbrochen, übergangen oder unterschätzt. Auf ihrer Seite beschreibt Schlögl genau diese Ausgangslage und positioniert ihr Buch als praktischen Gegenentwurf zum „Nett-Modus“: sichtbar werden, Grenzen setzen, im Meeting souverän bleiben, delegieren, priorisieren und Entscheidungen vertreten, ohne sich zu verbiegen.

Das macht „Schluss mit nett“ zu einem Buch, das nicht nur für Frauen im Top-Management relevant ist. Es spricht auch Teamleiterinnen, Projektverantwortliche, Selbständige, Unternehmerinnen und Frauen an, die vor dem nächsten Karriereschritt stehen. Der Kern ist nicht: „Werde anders.“ Der Kern ist: „Führe wirksam, ohne dich kleiner zu machen.“

Warum das Thema wirtschaftlich relevant bleibt

Die österreichischen Zahlen zeigen, dass Female Leadership nicht bloß ein Kulturthema ist. Laut Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung waren 2026 in den 200 umsatzstärksten Unternehmen Österreichs 14,5 Prozent der Geschäftsführungspositionen mit Frauen besetzt. In Aufsichtsräten lag der Frauenanteil in diesen Unternehmen bei 28,6 Prozent. Bei börsennotierten Unternehmen, die unter die gesetzliche Quote fallen, stieg der Frauenanteil in Aufsichtsräten auf 35,5 Prozent.

Diese Differenz ist entscheidend: Dort, wo klare Vorgaben bestehen, bewegt sich mehr. Dort, wo informelle Netzwerke, alte Erwartungen und unausgesprochene Spielregeln dominieren, bleibt Veränderung langsamer. Genau deshalb reicht es nicht aus, über Frauenanteile zu sprechen. Es braucht auch eine Debatte darüber, wie Führung im Alltag bewertet wird.

  • Wer wird gehört?
  • Wer bekommt Schlüsselprojekte?
  • Wer wird für Klarheit respektiert und wer dafür als schwierig abgestempelt?
  • Wer darf ehrgeizig sein, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen?

Schlögls Buch greift diese Fragen nicht akademisch auf, sondern praktisch. Es geht um Sprache, Haltung, Grenzen, Gesprächsführung und Selbstführung. Damit passt es in eine Zeit, in der Unternehmen zwar viel über Diversität sprechen, aber im Alltag noch immer an alten Mustern hängen.

„Schluss mit nett“ auf einen Blick

Punkt Einordnung
Titel Schluss mit nett – Führung braucht Eierstöcke!
Autorin Cornelia Schlögl
Thema Female Leadership, Sichtbarkeit, Klarheit, Grenzen, wirksame Kommunikation
Zielgruppe Frauen in Führung, angehende Führungskräfte, Unternehmerinnen, HR-Verantwortliche
Verlag Mentoren-Media-Verlag
Umfang 260 Seiten
Erscheinungstermin 18. Mai 2026
ISBN 978-3986413019
Preis laut jpc 20 Euro

Warum der Titel funktioniert

„Schluss mit nett“ bleibt hängen, weil der Satz eine Erfahrung benennt, die viele Frauen kennen: Nettsein wird im Berufsleben oft belohnt, solange es nicht um Macht, Geld, Sichtbarkeit oder Entscheidungen geht. Sobald Führung sichtbar wird, ändern sich die Maßstäbe. Frauen sollen klar sein, aber nicht zu dominant. Sie sollen empathisch sein, aber nicht weich. Sie sollen Verantwortung übernehmen, aber nicht zu fordernd auftreten.

Genau in diesem Widerspruch liegt die Stärke des Buches. Es fordert nicht dazu auf, männliche Machtmuster zu kopieren. Es zeigt vielmehr, warum Anpassung keine nachhaltige Führungsstrategie ist. Wer immer vermittelt, abfedert und ausgleicht, wird oft gebraucht – aber nicht automatisch ernst genommen.

Schlögl formuliert daraus einen Gegenentwurf: Führung braucht keine Show. Führung braucht Klarheit, Wirkung und Selbstachtung.

Für wen dieses Buch besonders interessant ist

Führung braucht Eierstöcke„Schluss mit nett“ eignet sich für Frauen, die im Beruf viel leisten, aber merken, dass Leistung allein nicht genügt. Für Frauen, die Verantwortung tragen, aber zu selten sichtbar werden. Für Frauen, die Konflikte vermeiden, obwohl sie längst wissen, dass Schweigen sie mehr kostet als ein klares Wort.

Das Buch passt auch für Unternehmen, die Female Leadership nicht als PR-Thema behandeln wollen. HR-Abteilungen, Führungskräfteentwicklungen, Frauennetzwerke und Mentoring-Programme können daraus konkrete Impulse ableiten: Wie sprechen wir über Führungsstärke? Wie fördern wir Frauen wirklich? Welche Muster verhindern Sichtbarkeit? Und wie unterscheiden wir zwischen echter Entwicklung und wohlklingender Unternehmenskultur?

Österreichische Programme wie Zukunft.Frauen zeigen, dass weibliche Führung längst gezielt gefördert wird. Die Initiative richtet sich an weibliche Führungskräfte und Selbständige auf dem Weg ins Top-Management. Doch Programme allein verändern noch keine Meeting-Kultur, keine Beförderungslogik und keine Gehaltsverhandlung. Genau dort beginnt die praktische Relevanz dieses Buches.

Der eigentliche Nutzen: weniger Selbstkorrektur, mehr Wirkung

Viele Führungsratgeber bleiben abstrakt. „Schluss mit nett“ setzt näher am Alltag an: Was sage ich, wenn ich unterbrochen werde? Wie setze ich Grenzen, ohne mich endlos zu erklären? Wie bleibe ich souverän, wenn ich Gegenwind bekomme? Wie mache ich Leistung sichtbar, ohne mich künstlich zu verkaufen?

Das sind keine kleinen Fragen. Sie entscheiden darüber, ob Kompetenz Wirkung entfaltet oder im Hintergrund verpufft.

Cornelia Schlögl bringt dafür mehr als 20 Jahre Führungserfahrung mit, unter anderem aus den Bereichen Human Resources und Financial Management. 

Fazit: Ein Buch für Frauen, die nicht länger im Hintergrund führen wollen

Female Leadership braucht in Österreich mehr als gute Absichten. Es braucht Frauen, die sichtbar werden. Unternehmen, die Führungsleistung fairer bewerten. Und eine Sprache, die nicht länger so tut, als wäre Anpassung dasselbe wie Professionalität.

Schluss mit nett – Führung braucht Eierstöcke!* ist deshalb mehr als ein provokanter Titel. Es ist ein Buch für Frauen, die führen wollen, ohne sich zu verbiegen. Für Frauen, die Klarheit nicht mehr mit Härte verwechseln. Und für Organisationen, die verstanden haben, dass echte Führungskultur nicht in Leitbildern entsteht, sondern im täglichen Verhalten.

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